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97. Kann mein Hund spüren, wann ich nach Hause komme?

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oder

Ist da etwas dran, an der sogenannten Fernwirkung?

Immer wieder mal erzählen mir HundehalterInnen von unerklärlichen Fähigkeiten ihrer Vierbeiner, die vermeintlich das Wirken übernatürlicher Kräfte oder eine Art Informationserhalt aus der Zukunft vermuten lassen. Dazu gehören Geschichten, in denen Bello und Co. das Leben ihrer Besitzer retten, indem sie nahende Gefahren oder sich anbahnendes Unheil schon lange vor ihrem Eintreten zu erkennen scheinen und Herrchen oder Frauchen warnen, als hätten sie einen „siebten Sinn“. Zuletzt fragte mich eine Kundin, ob da etwas dran sein könne, dass ihr Hund wisse oder spüre, wann Herrchen von der Arbeit nach Hause komme, denn kurz zuvor werde er jedes Mal unruhig?

Dazu gibt es eine Reihe von Erklärungsversuchen, die unter anderem darauf hinauslaufen, dass Bello und Co. anhand von Algorithmen oder Regeln, die in ihrer Umwelt im Zusammenhang mit einem bestimmten Ereignis immer wieder ablaufen oder auf diese anwendbar sind, erkennen können und daraus dann die entsprechenden Schlüsse ziehen. Sei es das typische Verhalten Dritter, wie das von Frauchen im Zusammenhang mit dem Heimkehren des Herrchens, oder irgendwelche anderen assoziativ und kausal wirkenden Ereignisse.

Einen unerbittlichen Streit zur Erklärung solcher und ähnlicher Phänomene liefern sich traditionell natürlich auch die Theisten und Atheisten. Die einen glauben, Gott habe seine Finger im Spiel, die anderen lehnen solcherart Ansätze rundherum ab und versuchen, unter Wahrung des sogenannten Dualismus (Trennung von Geist und Materie) eine auf der klassischen Physik basierende deterministische Erklärung zu finden.  

Einen völlig anderen und überraschenden Erklärungsansatz, der sogar ein versöhnlicher werden könnte für die beiden zerstrittenen Lager des Idealismus und Materialismus, liefert seit geraumer Zeit die Quantenphysik.

Das Ehepaar Christine Mann, Tochter des Physikers und Nobelpreisträgers Werner Heisenberg (Vater der Quantenphysik) und Frido Mann, Enkel des Schriftstellers und Nobelpreisträgers Thomas Mann, geben in ihrem Buch „ES WERDE LICHT – Die Einheit von Geist und Materie in der Quantenphysik“ einen verblüffenden Erklärungsversuch für solcherart vermeintlich übernatürlicher Erscheinungen und führen dazu auch folgendes Beispiel an:

„Inzwischen gilt es als nachgewiesen, dass es Haustiere, besonders Hunde und Katzen gibt, bei denen eine solche Fernwahrnehmung für ihren Besitzer beobachtet werden kann. Ein Wissenschaftler, dessen Hund immer dann schwanzwedelnd an die Tür ging, wenn Herrchen von seinem Arbeitsplatz nach Hause aufbrach, dachte sich folgendes Arrangement aus, um zu überprüfen, ob der Hund nur bestimmte Signale seiner Frau, die seine Ankunftszeit wusste, wahrnahm, oder ob es sich wirklich um eine weitergehende Fähigkeit seines Hundes handelte. Er beauftragte seine Frau, genau zu notieren, wann der Hund unruhig war, sagte aber, dass er zu ganz unterschiedlichen Zeiten nach Hause kommen würde. Dann beauftragte er einen Kollegen von seinem Arbeitsplatz, eine Woche lang festzulegen, wann er jeweils nach Hause gehen solle. Dieser Kollege übergab ihm jeden Morgen bei der Ankunft am Arbeitsplatz einen verschlossenen Briefumschlag. Diesen öffnete der Wissenschaftler jeweils kurz vor dem frühestmöglichen Dienstschluss, blieb aber noch so lange im Dienst, wie in dem Briefumschlag vorgegeben. Der Hund konnte also weder von ihm noch von seiner Frau irgendwelche Signale darüber erfahren, wann sein Herrchen nach Hause kommen würde. Trotzdem wurde er pünktlich um die Zeit unruhig, als sein Besitzer seinen Arbeitsplatz verließ.“

Nach Meinung der Verfasser des Buches könnten die Fernwahrnehmungen, „ähnlich wie Intuition oder Inspiration, eventuell durch die langwelligen, im EEG messbaren elektromagnetischen Wellen mit ihren sehr energiearmen Photonen übertragen werden.“

Es gebe jedoch noch eine andere Theorie, die als Erklärung in Frage käme: Im Rahmen der Quantenphysik ist das Phänomen der sogenannten Verschränkung von Elementarteilchen (beispielsweise Photonen) über eine schier unendliche Entfernung nachgewiesen worden. Wenn beispielsweise zwei Photonen (Lichtquanten), die aus einer Quelle stammen, also eine Art Zwillingsphotonen sind, in entgegengesetzter Richtung auf Reisen geschickt werden und dann auf eines der beiden Photonen eingewirkt werde, reagiere ohne Zeitverzögerung ebenfalls das andere. Und das sogar über Distanzen von Lichtjahren. Dieses Phänomen widerspricht Einsteins Argument, dass die höchst mögliche Geschwindigkeit für den Austausch von Informationen in Form elektromagnetischer Wellen die Lichtgeschwindigkeit ist. Dieser Konflikt ist bis heute nicht gelöst.

Daraus stellt sich für die Wissenschaftler die Frage, ob die beiden Elementarteilchen, die aus einer Quelle stammen, eventuell für immer miteinander verbunden oder sogar eines bleiben. Oder dass sich dahinter eine Art Weltgeist verbirgt. Und vielleicht werden sich sogar irgendwann einmal die Theisten und Atheisten im Rahmen einer völlig neuen Erklärung des Universums wiederfinden und miteinander versöhnen. Dazu müssten aber wahrscheinlich beide Seiten ihre Dogmen aufgeben.

Für alle HundehalterInnen wäre es jedenfalls eine ernstzunehmende und auch beruhigende Erklärung für so manch unerklärliches und unheimlich anmutendes Verhalten ihrer Lieblinge.

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